Richtwerte für die Innenraumluft

Vom Lebensministerium (BMLFUW) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurden seit 2003 im Rahmen der Richtlinie zur Bewertung der Innenraumluft Richtwerte für Innenräume erstellt. Diese Richtwerte liegen aus Vorsorgegründen weit unter den Arbeitsschutzgrenzwerten.

 

Von der Richtlinie werden als Innenräume definiert: 

  • Private Wohn- und Aufenthaltsräume wie Küche, Wohn-, Schlaf- und Badezimmer, Bastel-, Sport- und Kellerräume
  • Räume in Gebäuden, die nicht im Hinblick auf Luftschadstoffe arbeitnehmerschutzrechtlichen Bestimmungen unterliegen
  • Öffentliche Gebäude (Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Sporthallen u.a.)
  • Fahrgasträume von Verkehrsmitteln

Derzeit liegen wirkungsbezogene Innenraum-Richtwerte (WIR-Werte) für Toluol, Styrol, Tetrachlorethen (PER) und Formaldehyd vor.

 

Für manche Schadstoffe, z.B. CO2 oder VOC (flüchtige organische Verbindungen) wird auf Grund der Tatsache, dass keine definierten Grenzen für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigende Konzentrationen vorliegen, sondern steigende Konzentrationen kontinuierliche Ver­schlechterungen der Raumluftqualität anzeigen, Kategorien gebildet, die die Luftqualität bezeichnen. In der Beurteilung in Bezug auf Mindest- und Zielvor­gaben für den Parameter CO2 wird zwischen natürlich und mechanisch belüfteten Innenräumen unterschieden.

 

Für bestimmte Noxen wie z.B. Schimmelpilzsporenkonzentrationen sind keine Richtwerte sinnvoll, hier wurden vom Arbeitskreis Innenraumluft des Lebensministeriums Positionspapiere erstellt, um den Stand des Wissens zu dokumentieren.

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