Kohlenmonoxid (CO)

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Es ist hochgiftig, da es an Hämoglobin bindet und so den Sauerstofftransport unterbindet. Die Kohlenmonoxidintoxikation ist eine häufige Art einer Rauchgasvergiftung oder der Minenkrankheit durch Einatmung giftiger Gase im Bergbau und kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen.

 

Kohlenmonoxid entsteht unter anderem bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen. Quellen von Kohlenmonoxid in Innenräumen sind vor allem das Tabakrauchen, Zimmeröfen ohne Abzug (Ethanolöfen), aber auch andere Verbrennungsprozesse. Bei undichten Gebäuden kann auch der Eintrag von Tiefgaragen von Relevanz sein.

Kohlenmonoxid gilt als Ursache für mehr als die Hälfte aller tödlichen Vergiftungen weltweit. Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Höhere Dosen wirken signifikant toxisch auf das Zentralnervensystem und das Herz. Neben der akuten Vergiftung zeigen sich Folgeschäden. Kohlenstoffmonoxid hat schwerwiegende negative Effekte auf die Fötenentwicklung. Chronische Exposition niedriger Kohlenstoffmonoxidkonzentrationen kann zu Depressionen führen.

 

In Innenräumen gelten die Richtwerte der WHO, die bei 100 mg/m³ (15-Minuten-Mittelwert),  35 mg/m³ (Stunden-Mittelwert), 10 mg/m³ (8-Stunden-Mittelwert) und 7 mg/m³ (24-Stunden-Mittelwert) liegen. Als Arbeitsplatzgrenzwert (MAK-Wert) gelten 30 ppm. 

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